Den uns vermittelten Informationen nach sieht das Gesetz vor, dass Hundebesitzer in Rumänien bis 1.Jänner 2015 ihre Hunde behördlich melden müssen. Die Hunde sind bis dahin zu impfen und zu chippen- und zu kastrieren.

Das Impfen und Chippen ist in europäischen und anderen Ländern ein gut eingeführter Standard zum Halten von Hunden.

Allerdings kommt in Rumänien aufgrund des Gesetztes die Kastration hinzu, und dieser medizinische Eingriff kostet Geld, das von vielen Familien nicht bzw. kaum erwirtschaftet werden kann. Er ist eine einfache Rechnung: Das monatliche Netto-Pro Kopf Einkommen in das Verhältnis zu den Kosten einer Kastration stellen (Durchschnitts-Netto Pro-Kopf Einkommen 2012: Euro 383,90  (siehe Auswärtiges Amt Deutschland) - und eine Kastration kostet bei seriösen Fachleuten bzw. Tierärzten ab Euro 50 - ein sehr hoher Preis für dieses geringe Einkommen. Hier fehlt es an der rechten Verhältnismäßigkeit. Siehe Lohn-und Gehaltstabelle bei RO Connect.

Die mögliche Idee hinter der Kastration wäre nachvollziehbar. Es gibt - wie in vielen anderen Staaten auch- Hundebesitzer, die ihre Hunde einfach aussetzen - die Gründe dafür sind verschieden. Wenn die Haushunde kastriert sind, dann können sie sich nicht mehr vermehren, auch wenn sie ausgesetzt werden oder einfach nur davon laufen und nicht mehr heim finden; durch den Chip können überdies die Besitzer eruiert werden. Diese Maßnahmen sind einerseits sinnvoll, wenn man versucht, die uferlose Vermehrung der Straßenhunde einzudämmen - und die rumänischen Verantwortlichen haben mit einigen Millionen Straßenhunden ein ernsthaftes Interesse daran.

Wenn andererseits jedoch Kastrationen für viele Familien nicht leistbar sind,  dann wäre es doch vorteilhafter, staatliche Finanzierungshilfen bzw. Förderungen anzubieten, damit die Hunde kastriert werden- und dadurch könnten manche Straßenhunde sogar adoptiert werden. Überhaupt ist es vorteilhafter- und humaner - statt staatliche Fang-und Tötungsprämien zu zahlen die Hunde auf Kosten des Staates zu kastrieren - seien es Straßenhunde oder Haushunde. Man muss es nur wollen und sich konstruktiven Gedanken zuwenden!

 

Vice-Chairman of the AGRI Committee and Vice-Chairman of the Animal Welfare Intergroup, MEP Janusz WOJCIECHOWSKI (ECR). Press Conference. European Parliament, 12th of February, 2014

"It has become a business for private companies that receive a lot of money to catch and put down these animals, or run these shelters - well... shelters is hardly the right word - given what is going on in them. This program costs a lot of money and it means a lot of profit for the companies involved. And so it's not in their interest to solve the problem. They want the problem, the issue to continue for as long as possible so that can earn as much money as possible out of it".  

Number 5 of the Brief conclusions:

"The whole procedure of catching, keeping and anesthetizing one dog is rewarded with € 250. It would be much cheaper and efficient to use these resources for sterilization of these animals. Therefore, the number of animals would be reduced." 

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